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Gewerbetreibende Firmen
in Adorf erneut vor den Kopf gestoßen
Mit Unverständnis reagierten die Vertreter
der Freien Wähler in der letzten Sitzung des technischen
Ausschuss über die Vergabe von Bauleistungen.
Noch in den von der CDU initiierten "Unternehmerstammtischen" im
ersten Halbjahr war aus dem Munde
von Bürgermeisterin Frau Bang zu hören, das es der Stadt nur gut
gehen kann, wenn es dem Gewerbe
gut gehe. Doch die Praxis lässt die Taten dazu vermissen.
Im Vorfeld der Sitzung des Technischen Ausschusses erfolgten zu
diversen Bauleistungen an der
Grundschule beschränkte Ausschreibungen. So wurden Bauleistungen
von über 186.000 Euro beschränkt ausgeschrieben - das bedeutet,
der Bauherr oder ein von ihm beauftragtes Planungsbüro (in dem
Fall MSH) wählt Firmen aus, die daraufhin ein Angebot abgeben
können.
Im Gegensatz zu öffentlichen Ausschreibungen, bei denen jede Firma
sich beteiligen kann, haben bei beschränkten Ausschreibungen nur
die ausgewählten Firmen die Möglichkeit, sich an der
Auftragsvergabe
zu beteiligen.
Im besagten Fall wurden Firmen aus
Klingenthal, Oelsnitz, Reichenbach, Lengenfeld, Neuensalz,
Rodewisch und anderen Gegenden angeschrieben. Nur Adorfer
Baufirmen bzw. Handwerksbetriebe
wurden dabei übersehen, obwohl diese durchaus in der Lage
gewesen wären, die ausgewiesenen Leistungen zu erbringen.
Seit 1990 wurden im Technischen Ausschuß gemeinsam die Firmen
ausgewählt, die Angebote für Bauleistungen abgeben sollen. Seit
Neuestem erfolgt das zwischen Stadtverwaltung und Planungsbüro,
ohne die Mitglieder des technischen Ausschusses einzubeziehen.
Gerade im Zusammenhang mit der
Vergabe der Leistungen über das Konjunkturpaket II eröffnete sich
die Möglichkeit durch beschränkte Ausschreibungen regionale Firmen
einzubeziehen. Keine Handwerksfirma aus Adorf wurde von
Klingenthal, Reichenbach, Oelsnitz oder Rodewisch angeschrieben.
So wird seitens des Bauherrn - der
Stadtverwaltung Adorf - das eigene Gewerbe in der Stadt immer wieder
übersehen. Steuergelder in
Größenordnungen bleiben nicht im Ort sondern fließen weg,
statt dem eigenen
Haushalt zu dienen.
Kommentar
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